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Transportvorschriften für gentechnisch veränderte Tiere bzw. infizierte Tiere

Tote Tiere, die nicht ansteckungsgefährlich sind und gentechnisch nicht verändert sind

Wenn tote Tiere nicht ansteckungsgefährlich und keine GVOs sind, dann unterliegen diese nicht den Gefahrgutvorschriften.

Gentechnisch veränderte Organismen (Tiere)

Gentechnisch veränderte lebende Tiere, die nach dem derzeitigen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis keine pathogene Auswirkung auf Menschen, Tiere und Pflanzen haben und die in Behältnissen befördert werden, die geeignet sind, sowohl ein Entweichen der Tiere als auch einen unzulässigen Zugriff zu verhindern, unterliegen nicht den Vorschriften des ADR (Gefahrgutvorschriften).

Lebende Tiere dürfen nicht dazu benutzt werden, gentechnisch veränderte Mikroorganismen zu befördern, es sei denn, diese können nicht auf eine andere Weise befördert werden.

Infizierte Tiere - lebended

Lebende Tiere dürfen nicht dazu benutzt werden ansteckungsgefährliche Stoffe zu befördern, es sei denn, dieser kann nicht auf eine andere Weise befördert werden. Nur absichtlich infizierte Tiere unterliegen den Gefahrgutvorschriften. Lebende Tiere, die absichtlich infiziert wurden und von denen bekannt ist oder der Verdacht besteht, dass sie einen ansteckungsgefährlichen Stoff enthalten, dürfen nur unter den von den zuständigen Behörden genehmigten Bedingungen und nach einschlägigen Regelungen für Tiertransporte (Richtlinie 91/628/EWG) befördert werden.

Infizierte Tiere - tod

Bei infizierten, toten Tieren wie z.B. Rinder, Schweine und Mäuse muss der Transport mit einer zugelassenen Verpackung erfolgen. Für Großtiere zugelassene Verpackungen sind BK1 und BK2 Container.

Ein BK1 Container ist ein Container mit einer Plane bedeckt (bedeckter Schüttcontainer mit Zulassung für Gefahrgut). Ein BK2 Container ist ein Container mit Deckel gedeckt bzw. geschlossener Aufbau (geschlossener Schüttcontainer mit Zulassung für Gefahrgut).

Folgende Rahmenbedingungen sind hierbei zu berücksichtigen:

  • Aussagen über Füllhöhe und obere Auskleidung bei bedeckten Containern
  • Öffnungen müssen bauartbedingt dicht sein
  • Tierische Stoffe müssen vollständig mit einem geeignetem Desinfektionsmittel behandelt werden, bevor sie für die Beförderung verladen werden
  • Geschlossene oder bedeckte Schüttcontainer dürfen erst nach gründlicher Reinigung und Desinfektion wieder verwendet werden

Für Kleintiere zugelassene Verpackungen sowie die Handlungsanweisungen zum Gefahrguttransport leiten sich aus den Verpackungsanweisungen gemäß der UN3291 ab.