Arbeitssicherheit
print

Links und Funktionen

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Transport im Luftverkehr

Gefahrgut im Luftverkehr darf nur durch ein IATA-DGR (International Air Transport Association – Dangerous Goods Regulation) geschultes Personal versendet werden. Das Versenden von Gefahrgütern im Luftverkehr schließt beispielsweise die Klassifizierung und das Verpacken des Gefahrguts, die Verpackungskennzeichnung und das Ausfüllen der shipper´s declaration (Beförderungspapiers im Luftverkehr) mit ein. Wer ohne IATA-DGR Schulung Gefahrgut versendet, begeht eine Ordnungswidrigkeit (gängige Bußgeldhöhe 4.000 €).

Speditionsunternehmen

Der Transport von Gefahrstoffen im Luftverkehr kann durch ein Speditionsunternehmen erfolgen, dessen Angestellte die notwendigen Schulungsmaßnahmen absolviert haben. Seitens der Mitarbeiter der LMU ist zu prüfen, ob die Mitarbeiter der Speditionsfirmen über eine entsprechende Schulung verfügen - IATA-Zertifikat. Das geschulte Personal der Spedition übernimmt die komplette Abwicklung des Gefahrguttransports per Luftfracht wie beispielsweise das Verpacken des Gefahrguts und die Verpackungskennzeichnung. Die shipper´s declaration ist ebenfalls vom geschulten Personal des Speditionsunternehmens auszufüllen und zu unterschreiben, der infolgedessen für den ordnungsgemäßen Gefahrguttransport verantwortlich und damit haftbar ist. Weiterhin sollte berücksichtigt werden, dass das Speditionsunternehmen idealerweise mindestens eine Woche bevor des Gefahrgut befördert werden soll, zu kontaktieren ist.

Geeignete Speditionsunternehmen sind zum Beispiel:

Angaben, die das Speditionsunternehmen zur Abwicklung des Versands benötigt:

  • Stoff (Bezeichnung, Nettomenge, gegebenenfalls Klassifizierung mittels UN-Nummer)
  • Angaben zur Primärverpackung (Typ, Abmessung, Anzahl)
  • Sicherheitsdatenblatt
  • Gegebenenfalls bei benötigter Kühlung der Proben die Nettomenge an Trockeneis in kg angeben
  • Absender-Adresse (gegebenenfalls Angabe einer Notfallnummer)
  • Empfänger-Adresse
  • Warenwert (Proforma Rechnung)
  • Abrechnungsanschrift (wenn abweichend von der Absender-Adresse)
  • Datum/Uhrzeit/Treffpunkt und Kontaktperson zur Abholung

IATA-DGR Schulung für LMU Mitarbeiter

Alternativ können Angestellte oder Mitarbeiter der LMU an einer IATA-Fernschulung speziell für den Versand biologischer oder klinischer Proben teilnehmen. Diese Schulung ist eine vom Luftfahrtbundesamt anerkannte Schulung und endet mit einer Prüfung. Die Kosten von etwa 150 € für diese Schulung ist von den Lehrstühlen zu übernehmen. Die Schulung und Prüfung müssen alle zwei Jahre aufgefrischt werden. Da diese Schulungen abhängig von den Gefahrgutklassen ziemlich teuer sind, wird sich diese für die Dienststellen, die nur gelegentlich Gefahrgut per Luftfracht versenden, nicht lohnen. Falls Sie Interesse an einer Schulung für den Transport biologischer oder klinischer Proben haben, so wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiter der Stabsstelle für Arbeitssicherheit und Nachhaltigkeit.